Bye bye Wuala, Wuala goodbye

Jetzt ist es also soweit, Wuala wird zum 30.9.2015 read-only und zum 15.11.2015 alle dort gespeicherten Daten löschen. Ich habe diesen Dienst sehr geschätzt:

  • ein starker Client für die Synchronisierung von Daten mit meinem PC und meinem Telefon
  • zuverlässige Verschlüsselung der Daten bereits auf auf dem Client
  • bezahlbarer Speicherplatz

Wuala hat über mehrere Jahre bei mir im Hintergrund ganz hervorragende Dienste geleistet, und Daten quasi in Echtzeit in die Cloud gesichert. Die meisten Cloud-Dienste erwarten einen Daten-Striptease von ihren Kunden. Die eigene Festplatte gehört heutzutage ja schon fast zur Intimsphäre.

Wuala als Zero-Knowledge-Privacy-Anbieter war da anders. Es werden dort sozusagen nur gut verpackte, blickdichte  Datenpakete abgelegt. Zwar mit einem Label dran und mit Sichtfenstern für explizit autorisierte Voyeure, aber privat bleibt dort eben privat.

Ursprünglich wurde Wuala vom französischen Festplattenanbieter LaCie ins Leben gerufen. Verteilte Datenspeicherung in Rechenzentren in Deutschland, Frankreich und der Schweiz waren ein herausragendes Merkmal, um sehr weitgehend sicherzustellen, dass die Daten sicher vor dem Zugriff von Hackern und auch des eigenen Personals abgelegt wurden. Das Unternehmen fusionierte im Jahr 2014 mit dem amerikanischen Unternehmen Seagate – richtiger ist wohl: Seagate hat LaCie „geschluckt“.

Wuala stellt den Dienst zum 15. November 2015 komplett und endgültig ein, die Daten werden dann gelöscht. Mit dem Zero-Knowledge-Anbieter Tresorit hat man einen Partner gefunden, der bestehenden Wuala-Kunden eine neue Heimat bieten will. Die Preise für Privatnutzer sind für das 1. Jahr durchaus attraktiv. Zwar kostet das Jahresabo bei Tresorit 90 Euro, allerdings bekommt man dafür auch 100 GB privaten Speicherplatz.

Übrigens bietet auch SecureSafe für Wuala-Kunden einen attraktiven Tarif für den Umstieg an.